Was haben wir es geliebt ….. den täglichen Rhythmus und all´ die Dinge, auf die wir uns verlassen konnten. Unsere immer wiederkehrende Rituale vom Aufstehen, unserer Arbeit nachgehen, bis hin zum Schlafengehen. Die schönen und die nicht so schönen Routinen. Jetzt sind sie zu einem Großteil einfach weg. Und keiner weiß ob, wann und wie sie wiederkommen.

Der Kollege der immer pünktlich um kurz vor 9 Uhr hereinkam und uns mit in die Kaffeeküche oder zum Rauchen nahm, die kleinen und großen Annehmlichkeiten um uns herum, die Erfolgserlebnisse und die gefühlte Sicherheit und Ordnung auf die wir uns verlassen konnten und die uns Halt gab.  Selbst die unangenehmen Dinge fehlen uns jetzt und viele wünschen sich den Stau auf dem Weg zur Arbeit zurück, den immer negativ eingestellten Kollegen im ohnehin sinnlosen Meeting und den Kunden, der einen Einwand nach dem anderen hervorbringt. Die Krise hat uns das genommen, woran wir uns als Mensch immer schon festgehalten haben. Sicherheit und Berechenbarkeit.

Keiner weiß, wie lange dieser Zustand noch dauert und alle die angeblich wissen, wie es danach weitergeht sollten erklären können, auf welcher Grundlage sie ihre Prognosen treffen. Tatsache ist aber, dass der Mensch in seinem privaten Umfeld und in der Arbeitswelt in Krisenzeiten immer die gleichen Verhaltensmuster zeigt. Es geht hier vordergründig um Emotionen, insbesondere Verlustängste. Was passiert jetzt in und mit  dem Mitarbeiter, der schon vor Monaten die „Krise“ bekommen hat, wenn er seine Quartalsziele nicht erreicht hat? Was macht jetzt eine Führungskraft, die immer geglaubt hat nur gut arbeiten zu können, wenn genügend Arbeit da ist? Was geht in einen Menschen vor der jetzt Tag für Tag immer mehr an Motivation verliert, weil er  Aufgaben bearbeiten muss, die nur der Beschäftigung dienen und seine wirklichen Stärken nicht erfordern? Was wir alle jetzt benötigen ist der Aufbau von Selbstkompetenz und mentaler Stärke.

Denn auch wenn keiner weiß, wie es genau weiter geht …. Es geht weiter und die persönliche Kompetenz wird definitiv zum Gradmesser der Zufriedenheit und des Erfolgs. Jeder von uns, besonders aber Führungskräfte und Mitarbeiter, deren Hauptaufgabe in der Kommunikation mit Menschen liegt, haben jetzt die Möglichkeit und die Notwendigkeit genau daran zu arbeiten. Wenn der Schalter wieder umgelegt wird, ist es zu spät, daran zu arbeiten. Die Vorgaben, Ziele und das „neue“ Tagesgeschäft im B2B werden schnell wieder im Vordergrund stehen. Wer das nicht mental und geerdet angehen kann, wird auf der Strecke bleiben. Klingt das zu hart? Das kann man gerne so sehen, ich bleibe dabei. Ich habe in den letzten beiden Jahren zu viele Menschen gesehen, die vom Kopf her (nicht vom Wissen und Können) schon an kleinen Change-Themen verzweifelt sind. Das war rückwirkend betrachtet das Vorspiel. Wir müssen jetzt nicht nur wieder selbstkritisch das Unternehmen, die Organisation und die Prozesse reflektieren, sondern auch den Menschen stark machen für die Herausforderungen der kommenden Zeit. Die Corona-Krise war eine kurzzeitig volle „Ladung“ VUKA-Welt. Und ein Stück davon wird zu einem Dauerbegleiter unserer Lebens- und Arbeitswelt. Das ist erst einmal nicht schlimm, denn es wird auch positive Effekte haben. Selbstkompetenz und innere Stärke sind dabei die Basis, das Fundament auf dem alle weitere Kompetenzen aufbauen. Kann man Selbstkompetenz lernen ? Ja. Kann man sie schulen ? Nein! Es ist ein Prozess, der durch Eigeninitiative und das passende Coaching entsteht und sich im Laufe der Zeit verselbständigt und sich im Grunde selbst verstärkt. Dazu braucht es psychologischer Kenntnisse, hinreichend Coaching-Erfahrung  und eine strukturierte Vorgehensweise. Sprechen Sie mich an!